Barracudas



Barracudas (Pfeilhechte) sind Raubfische, die in allen warmen Meeren der tropischen und subtropischen Gewässern der Welt verbreitet sind. Sie gehören zur Familie der Sphyrnidae und sind mit den Haien verwandt, auch wenn man es auf dem ersten Blick nicht unbedingt sieht. Es gibt über 25 verschiedene Barracuda-Arten, die sich in Größe und Aussehen unterscheiden. Die größten Arten können bis zu 2 Meter lang werden, während die kleinsten nur wenige Zentimeter groß sind. Maximal können sie bis zu 50 kg wiegen.

Das Video wurde mir von Bianca T. Zur Verfügung gestellt! Dankeschön!



Da Barracudas Raubfische sind, jagen diese andere Fische, Krustentiere und Tintenfische. Man sieht die sehr oft beim Tauchen, sie lieben die Nähe von Wracks, da dort viel Beute zu holen ist. Oft kreisen sie in größeren Schulen von und lauern auf ihre Gelegenheit. Sie sind sehr schnelle Schwimmer und können ihre Beute mit einem einzigen Biss töten.

Barracudas sind auch für ihre Aggressivität bekannt und greifen in den seltensten Fällen auch mal Menschen an. Deswegen ist von Schmuck beim Schwimmen im Meer auch abzuraten. Sie könnten das blitzen und blinken mit Beute verwechseln.

Mir gegenüber waren diese schönen Tiere immer sehr zurückhaltend, ich kenne leider auch eine Bekannte aus den USA, die vor Jahren von einem adulten Exemplar ziemlich zugerichtet wurde. Also ist Vorsicht geboten!



Beschreibung

Barracudas haben einen langen, stromlinienförmigen Körper mit einem großen Kopf, großen Augen und spitzen Hundszähnen. Ihre Haut ist grünlich oder silbrig gefärbt und mit dunklen Streifen oder Flecken versehen.  Je nach Umgebung passen sie ihre Tarnzeichnung also an. Die großen Augen sind ihnen besonders bei der Jagd in der Nacht von Vorteil.



Lebensweise

Barracudas leben in küstennahen Gewässern, wie Korallenriffen, Mangrovenwäldern und Seegraswiesen. Sie sind tagaktive Fische und jagen in Gruppen.



Barracudas sind Allesfresser und ernähren sich von einer Vielzahl von Beutetieren, darunter Fische, Krustentiere und Tintenfische. Sie jagen ihre Beute entweder aus dem Hinterhalt oder verfolgen sie im offenen Wasser. Oft erlebt man es beim Tauchen, das ein einzelner Barracuda zum Ausschau halten alleine vorweg schwimmt. Der Schwarm folgt in etwas größerem Abstand.

Fotos sind von Bianca T. Vielen lieben Dank!
Die beiden Videos wurden mir freundlicher Weise von Marcel zur Verfügung gestellt, danke Buddy!

Sehr große, ausgewachsene Tiere sind auch öfter Einzelgänger.

Vermehrung

Barracudas sind Freilaicher, über ihr Laichverhalten ist wenig bekannt.

Bedeutung für den Menschen

Barracudas sind beliebte „Sportfische“ für Angler und werden auch in der Fischerei kommerziell genutzt. Allerdings sind sie oft mit Ciguatoxin belastet und ein Verzehr ist nur in geringen Mengen möglich. Teilweise sogar verboten. Ciguatoxine können schwere Lebensmittel Allergien auslösen. Warum Barracudas so stark belastet sind? Sie stehen sehr weit oben in der Nahrungskette und sättigen sich so mit Ciguatoxin auf. Typische Zeichen einer Vergiftung sind Taubheit in den Extremitäten, Störungen des Warm-Kalt-Empfindens und Erbrechen. Die Symptome können Tage, häufig aber auch Wochen bis hin zu Jahren anhalten. Die Vergiftung kann nur symptomatisch behandelt werden, da kein Antidot zur Verfügung steht.

Deshalb: besser Finger weg vom Barracuda!

Als Fotomotive eignen sich Barracudas sehr, da sie oft still stehen, bzw sich wenig bewegen.

Eine Antwort auf „Barracudas

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