Wing vs. ADV vs. Hybrid

Als ich vor vielen Jahren mit dem Tauchen angefangen habe, gab es soweit ich mich erinnern kann im Sporttauchbereich nur ADV Tarierjackets. Im technischen Bereich wurde schon mit Wings getaucht. ADV BCDs galten damals als das Nonplusultra und Wings wurden eher als schnickschnack belächelt. Zu unrecht!

Zuersteinmal zur Begriffserklärung

ADV:

Die am weitesten verbreitete Form des Tarier-Jackets ist die Adjustable Divers Vest (ADV; ‚verstellbare Tauchweste‘). ADV-Jackets verfügen am Rücken über eine stabile, meist aus Kunststoff gefertigte Rückentrage, an der die Flasche mit Hilfe von einem oder mehreren Gurten befestigt wird. Der Großteil der Auftriebsblase befindet sich unter den Armen im Hüftbereich des Tauchers, was einen schon in der Bewegungsfreiheit einschränkt.

Wing:


Wings haben ausschließlich einen Auftriebskörper am Rücken, was die Wasserlage enorm verbessert und erleichtert. An der Oberfläche wird allerdings zum Anfang (also beim Umstieg vom ADV zum Wing), das Gesicht des Tauchers ins Wasser „gedrückt“. Mit etwas Körperspannung ist dieser Nachteil aber schnell ausgeglichen! Aufgrund der großen Luftblase hat man mit dem Wing sehr großen Auftrieb und Bewegungsfreiraum im Armbereich! Man fühlt sich nicht so eingeengt wie beim ADV oder Hybriden.

Hybrid:

Der Zwitter der beiden anderen Bauarten. Die Wasserlage ist ähnlich und wie beim Wing, ohne jedoch auf den Komfort eines ADV Jackets zu verzichten (insbesondere an der Oberfläche). Hybrid Jackets sind meistens etwas größer und schwerer und nicht unbedingt zum reisen geeignet.

Ich habe mit einem ADV meine ersten Erfahrungen gemacht und fand es immer eher suboptimal, da man sich immer eingeengt fühlt. Mein erstes eigenes BCD war dann ein Hybrid. Von der Wasserlage damals ein Meilenstein für mich und dazu gab es noch unendlich Auftrieb, aber mir war es immer noch etwas zu unbequem. Dann bekam ich von meinem – mittlerweile leider ex-Chef- ein Wing und ich war hin und weg. Zumindest nach etwas Übung, denn als Tauchlehrer ist man mit den Schülern oft an der Oberfläche und da hat mich das „Gesicht ins Wasser gedrücke“ SEHR genervt.

Aber nach etwas Übung, ging das auch. Die Wasserlage ist enorm gut und endlich hatte ich nicht mehr das Gefühl, von meinem Jacket zerdrückt zu werden. Außerdem kann ich am Wing durch diverse D-Ringe auch mein Equipment wesentlich besser Verstauen. Zum Reisen ist es auch sehr klein zusammenfaltbar und relativ leicht.

FAZIT:

Für mich kommt nur noch ein Wing in Frage, da es Komforttechnisch und von der Wasserlage mich vollkommen zufrieden stellt!

Wer noch kein Wing probiert hat, solle es mal versuchen.

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