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Der Tauchplatz Manza Dream Hole gehört für mich zu den besonderen Spots auf Okinawa. Die Anfahrt mit dem Boot dauert ungefähr 10 bis 12 Minuten. Je nach Gezeiten wird am Riffdach geankert. Die Wassertiefe am Einstieg liegt dabei etwa zwischen 4,5 und 6 Metern.
Das eigentliche Highlight befindet sich auf dem Riffdach: das sogenannte Dream Hole. Dieser Spot kann auf zwei verschiedene Arten betaucht werden.
Variante 1: Direkt durch das Dream Hole
Die bevorzugte Methode ist, mit den Füßen zuerst in das Dream Hole abzutauchen. Der Grund dafür ist die bessere Kontrolle über die eigene Position. Sollte man während des Abstiegs kurz die Tarierung verlieren, kann man mit den Flossen noch korrigieren und verhindern, dass man gegen die Felswände, das Riff oder schlimmstenfalls einen anderen Taucher stößt.
Nach dem Abtauchen erkennt man vor sich die Öffnung der Höhle. Das ist der Moment, in dem man langsam in eine waagerechte Position wechseln sollte.
In der ersten Höhle findet man häufig Schwarmfische und mit etwas Glück auch Langusten (Lobster). Da der Platz relativ eng ist und oft mehrere Taucher folgen, sollte man diese erste Kammer nach dem Erkunden zügig durch den schmalen Durchgang verlassen und in den nächsten Bereich weitertauchen.
Auch die zweite Höhle bietet interessante Motive. Hier findet man häufig Glasfische, weitere Schwarmfische und ebenfalls mit etwas Glück den einen oder anderen Lobster.
Nachdem man seine Fotos gemacht und den Höhlenbereich erkundet hat, verlässt man das kleine Höhlensystem wieder.
Variante 2 – Zugang über das Riffdach
Bei der zweiten Möglichkeit taucht man zunächst über das Riffdach hinweg und folgt anschließend dem Riff in einer Tiefe von etwa 18 bis 25 Metern. Die genaue Tiefe richtet sich dabei nach den Bedingungen und der Einschätzung des Guides am jeweiligen Tag.
Von der rückwärtigen Seite erreicht man anschließend den Eingang des Dream Hole und taucht waagerecht in das Höhlensystem ein. Dabei werden beide Kammern betaucht. Der Ausstieg erfolgt schließlich durch den senkrechten, schornsteinartigen Ausgang, der nach oben aus dem kleinen Höhlensystem führt.
Welche der beiden Varianten gewählt wird, hängt unter anderem von der Reihenfolge der Tauchgruppen ab. Wer als Erster im Wasser ist, entscheidet sich häufig für Variante 1. Wer etwas später ins Wasser geht – oder bewusst die erste Gruppe zunächst passieren lässt – kann das Dream Hole entsprechend über die Rückseite in Variante 2 betauchen. So lassen sich die beiden Möglichkeiten sinnvoll nutzen, ohne dass sich die Tauchgruppen gegenseitig behindern.
Riffbereich und besondere Begegnungen
Nach dem Verlassen des Dream Hole lohnt sich zunächst ein Abstecher nach links. Dort besteht die Chance, einen Stone Leaf Fish zu entdecken, der sich oft an derselben Stelle aufhält.
Der beste Hinweis: Findet man einen Schwarm Glasfische auf der linken Schulterseite, sollte man genauer hinschauen. In diesem Bereich halten sich zwei Stone Leaf Fish auf – ein größeres Exemplar mit etwa 15 bis 18 Zentimetern Länge und ein kleineres Tier mit ungefähr 10 Zentimetern.

Anschließend geht es zurück Richtung Höhle. Vorbei am Eingang taucht man weiter bis zu einem markanten Riss im Riff. Dieser Riss dient als Orientierungspunkt, um langsam wieder Richtung Oberfläche aufzusteigen.
Auf dem Riffplateau gibt es noch einiges zu entdecken. Häufig findet man hier Oktopusse und eine große Honeycomb Muräne. Diese Muräne ist ausgesprochen friedlich und zeigt oft großes Interesse an den vorbeiziehenden Tauchern.
Während der Erkundung des Plateaus lässt sich problemlos der Sicherheitsstopp absolvieren, bevor man direkt wieder sicher am Boot auftaucht.

Fazit
Der Manza Dream Hole ist ein abwechslungsreicher und spannender Tauchplatz mit viel Potenzial. Neben dem Höhlensystem und den beeindruckenden Schwarmfischen gibt es gute Chancen auf verschiedene Makrolebewesen, darunter auch Nacktschnecken.

Meine israelischen Buddies hatten während ihres Tauchgangs zusätzlich noch das Glück, Haie und eine große Schildkröte zu entdecken. Diese Tiere hielten sich allerdings deutlich tiefer auf – schätzungsweise zwischen 35 und 37 Metern.
Ein wirklich lohnenswerter Spot, der sowohl für Fotografen als auch für Taucher interessant ist, die gerne kleine Höhlensysteme und besondere Begegnungen unter Wasser erleben.
Manza Dream Hole – Okinawa’s Reef Gem with Caves, Glassfish and Moray Eels
Manza Dream Hole is one of the most fascinating dive sites in Okinawa. The boat ride to the site takes around 10 to 12 minutes. Depending on the tide, the boat anchors above the reef. The depth at the entry point is usually between 4.5 and 6 meters.
The real highlight of this dive site is located on the reef top: the famous Dream Hole. This special formation can be explored in two different ways.

Diving directly through the Dream Hole
The preferred method is to enter the Dream Hole feet first. The reason is simple: it gives divers better control during the descent. If you briefly lose your buoyancy, you can use your fins to adjust your position and avoid hitting the rocks, damaging the reef, or – in the worst case – colliding with another diver.
After descending into the hole, you will eventually see the entrance to the cave system in front of you. This is the moment when you should slowly move into a horizontal position.
The first chamber offers the chance to see schools of fish and, with some luck, spiny lobsters hiding in the rocks. Since the area is quite narrow and several divers may follow behind you, it is recommended to move through this first section efficiently and continue through the narrow passage into the next chamber.
The second cave section is also full of life. Depending on the conditions, you can find more schools of fish, glassfish and occasionally another lobster.
After taking your photos and exploring everything the small cave system has to offer, you leave the Dream Hole and continue the dive around the reef.
Exploring the reef and hidden treasures
After exiting the cave system, the first recommendation is to explore the area on the left side. With some luck, you can find a stoneleaffish that is often located in the same area.
The best way to find it is to look for a large school of glassfish. When the school is on your left shoulder, you should carefully check the reef. This is where two stonefish can often be found: one larger specimen measuring approximately 15 to 18 centimeters and a smaller one around 10 centimeters.
Afterwards, you can return past the cave entrance and continue until you find a crack in the reef. This crack is the perfect reference point to slowly make your way back towards the surface.
The reef plateau itself is also worth exploring. It is a great place to find octopus and a large honeycomb moray eel. This moray is completely harmless and surprisingly curious, often showing great interest in divers.

While exploring the plateau, you can complete your safety stop before safely ascending back to the boat.
Conclusion
Manza Dream Hole is a fantastic and varied dive site with a lot of potential. The combination of the small cave system, impressive schools of fish and the many reef inhabitants makes this spot a memorable experience.
Photographers will enjoy the opportunities for unique underwater shots, while divers who love small caves and unusual encounters will definitely appreciate this location.
During my dive, my Israeli buddies were also lucky enough to spot several sharks and a large turtle. However, these animals were much deeper, estimated to be around 35 to 37 meters.

A truly rewarding dive site in Okinawa – full of surprises, beautiful reef life and the kind of underwater atmosphere that makes you want to come back again.

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