Kommt PADI vor Gericht?

Hier ein sehr interessantes Video aus den USA zu einem tödlich verlaufendem Tauchunfall von 2020. Allerdings dürfen sich nicht nur PADI Tauchlehrer angesprochen fühlen, sondern jeder Zero to Hero.

Hintergrund ist folgendes: im Jahr 2020 gab es in den USA, genauer gesagt im Lake McDonald, Glacier National Park, Montana einen tragischen (und vermeidbaren) tödlichen Unfall.

Was ist passiert? Eine 18 jährige Taucherin, mit ganzen 5(!!!) Tauchgängen starb während ihres AOWD Kurses. Sie tauchte zum ersten Mal mit einem Trockentauchanzug und war zum erstenmal im Kaltwasser unterwegs. Der Trockentauchanzug war dummerweise nicht am Inflatorschlauch angeschlossen, da dieser einfach nicht an der Ersten Stufe vorhanden war.

Das hätte die Tauchlehrerin natürlich bemerken müssen!

Die knapp 20 KG Gewicht (!), die die Schülerin an ihrem BCD und IN DEN TASCHEN des Drysuits hatte, konnten nicht abgeworfen werden! Die Taucherin verlor während des Tauchgangsgangs die Kontrolle über ihre Tarierung, sank immer tiefer ab und bekam dadurch einen sogenannten Anzugsqueeze.

Man kann sich das so vorstellen, das man quasi durch den Wasserdruck Vakuumiert wird. Das ist sehr schmerzhaft und so wurde die Taucherin immer mehr eingequetscht und wurde auch immer bewegungsunfähiger. Eine tragische Abwärtsspirale.

Wäre die Tauchlehrerin bei ihr gewesen, hätte diese den Abstieg stoppen können und der Schülerin zurück an die Oberfläche helfen können.

Allerdings: die Tauchlehrerin war selbst kein Trockentauchausbilder und war auch zu großen Teilen nur im Warmwasser unterwegs. Sie hätte diesen Kurs also wegen fehlender Ausbildung gar nicht geben dürfen. Weder das Tauchcenter, noch die Tauchlehrerin hatten den medizinischen Fragebogen von der Schülerin ausfüllen lassen. Regelverstoß nach Regelverstoß.

PADI ist jedenfalls mit angeklagt, weil die Ausbildungspraktiken im allgemeinen und natürlich auch der Tauchlehrerin,sowie die Tauchschule den Eltern der Verstorbenen Taucherin dubios vorkamen.

In den USA ist sowas möglich, auch die übergeordnete Instanz mit zu verklagen.

Ich bin gespannt,ob PADI wirklich mit verklagt wird und falls ja, wie das Urteil ausfällt! Ich schätze aber, das PADI die Tauchlehrerin als Hauptschuldige darstellen wird, um den eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen.

Vielleicht wäre es genau der richtige Zeitpunkt um mal die eigenen Standards zu überprüfen und auch die Ausbildungspraktiken der Tauchlehrer zu überdenken.

Just my 2 cents

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