Mini Dream Hole – Der kleine Bruder des berühmten Dream Hole auf Okinawa

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Nach einer längeren Oberflächenpause stand der nächste Tauchgang an – diesmal am Mini Dream Hole, einem Tauchplatz nur wenige Bootsminuten vom bekannten Dream Hole bei Manza entfernt.

Der Name verrät bereits, was einen erwartet: Mini Dream Hole ist im Grunde eine etwas kleinere Version des berühmten Dream Hole. Der Spot bietet dieselben spektakulären Elemente – zahlreiche Swim-throughs, kleine Höhlen, enge Durchgänge und beeindruckende Lichtspiele –, nur eben etwas kompakter.

Die maximale Tiefe liegt bei etwa 27 bis 28 Metern, während sich das Riff oberhalb der Höhlen bei Hochwasser in rund fünf bis sechs Metern Wassertiefe befindet. Anfang August beträgt die Wassertemperatur angenehme 28 Grad, sodass auch längere Tauchgänge äußerst komfortabel sind.

Heute hatten wir zu Beginn des Tauchgangs etwas Strömung. Das wäre normalerweise kein Problem gewesen, allerdings mussten wir zunächst unter dem Boot auf den Rest der Gruppe warten, bis alle im Wasser waren. Im Gegensatz zu den vergangenen Tagen, an denen das Timing mit den israelischen Tauchern nahezu perfekt funktionierte, dauerte es heute etwas länger, bis die Gruppe vollständig war.

Gerade wenn man in der Strömung wartet, verbraucht man natürlich etwas mehr Atemgas. Wirklich problematisch war das jedoch nicht, denn unsere Tauchzeit war auf etwa 45 Minuten begrenzt, sodass genügend Reserven vorhanden waren. Trotzdem beginnt ein Tauchgang einfach entspannter, wenn alle gemeinsam und zügig ins Wasser gehen.

Da mehrere Gruppen gleichzeitig am Tauchplatz unterwegs waren, entschieden wir uns dafür, den Tauchgang in umgekehrter Richtung zu absolvieren. Normalerweise taucht man durch einen schornsteinartigen Einstieg in die erste Höhle ein und verlässt sie anschließend in Richtung offenes Meer. Wir wählten den umgekehrten Weg und konnten dadurch den anderen Gruppen ausweichen. Das machte den Tauchgang angenehm ruhig und sorgte dafür, dass wir die einzelnen Passagen ohne Gedränge genießen konnten.

Im Inneren der Höhlen trifft man auf verschiedene Rifffische. Besonders am Ausgang lohnt sich ein genauer Blick nach links und rechts an die Wände. Dort lassen sich mit etwas Glück wunderschöne Nacktschnecken entdecken – heute hatte ich tatsächlich das Glück, eine zu finden.

Ein absolutes Highlight sind die faszinierenden Lichtspiele im Inneren der Höhlen. Da Okinawa für seine vielen Sonnenstunden bekannt ist, fallen die Sonnenstrahlen durch die Öffnungen und erzeugen eine ganz besondere Atmosphäre unter Wasser. Für Unterwasserfotografen sind diese Lichtstrahlen ein echtes Paradies. Ich habe meine Fotos noch nicht gesichtet, hoffe aber sehr, dass einige gelungene Aufnahmen dabei sind.

Auch das Riff direkt hinter dem Boot präsentierte sich in einem hervorragenden Zustand. Die Korallen wirkten gesund und farbenfroh. Durch die vorhandene Strömung blieb allerdings etwas weniger Zeit, das flache Riff in Ruhe zu genießen. Das störte jedoch kaum, denn die eigentliche Attraktion des Tauchplatzes sind die vielen Swim-throughs, der markante Schornstein und die miteinander verbundenen kleinen Höhlen – und genau diese konnten wir ausgiebig erkunden.

Der Tauchgang selbst verlief sehr entspannt. Sobald sich alle in den Durchgängen eingeordnet hatten, bewegte sich die Gruppe harmonisch durch die Höhlen und Tunnel. So ließ sich der Tauchplatz in aller Ruhe genießen.

Ein weiterer Pluspunkt ist die kurze Anfahrt. Vom Hafen in Manza benötigt das Boot lediglich rund zwölf Minuten bis zum Tauchplatz. Deshalb sollte man sich nach dem Einsteigen zügig ausrüsten. Nach einem kurzen Briefing geht es bereits ins Wasser. Die Abläufe sind hervorragend organisiert und perfekt getaktet, sodass der Tauchtag reibungslos und entspannt verläuft.

Mini Dream Hole mag zwar der kleine Bruder des berühmten Dream Hole sein, steht diesem aber in Sachen Erlebnis kaum nach. Wer spektakuläre Swim-throughs, stimmungsvolle Höhlen, beeindruckende Lichtspiele und ein gesundes Korallenriff erleben möchte, sollte diesen Tauchplatz bei einem Tauchurlaub auf Okinawa unbedingt einplanen.

Mini Dream Hole – A Smaller Version of a Legendary Okinawa Dive Site

After a longer surface interval, it was time for another dive at Mini Dream Hole, a site located just a short boat ride from the famous Dream Hole near Manza, Okinawa.

The name says it all. Mini Dream Hole is essentially a smaller version of the original Dream Hole. It offers the same style of diving with numerous swim-throughs, narrow passages, small caverns, and spectacular light effects, but on a slightly more compact scale.

The maximum depth is around 27–28 meters (89–92 ft), while the reef above the caves sits in approximately 5–6 meters of water at high tide. At the beginning of August, the water temperature is a comfortable 28°C (82°F), making it ideal for long and enjoyable dives.

Today we experienced a moderate current. Normally, this would not have been an issue, but after entering the water we had to wait beneath the boat until the entire group was assembled. Some divers took a little longer than usual to enter the water. Unlike the previous dives with the Israeli group, where everyone entered almost simultaneously, today’s timing was less coordinated.

Waiting in a current inevitably means using a little more breathing gas than necessary. Fortunately, this was not a real concern because our dive time was limited to around 45 minutes, leaving everyone with more than enough gas reserves. Even so, a well-coordinated entry always makes a dive more relaxed from the very beginning.

Since several dive groups were visiting the site, we decided to dive the route in reverse. Most groups follow the traditional route, descending through the famous chimney into the first cavern before exiting toward the open sea. Approaching it from the opposite direction gave the dive a slightly different character and also helped us avoid congestion inside the swim-throughs.

Inside the caverns you can often find schools of reef fish, and if you look carefully around the exit—especially along the left and right walls—you may even discover nudibranchs. I was lucky enough to spot one today.

One of the highlights of Mini Dream Hole is the incredible sunlight streaming through the openings. Okinawa’s typically sunny weather creates stunning beams of light inside the caverns, making them a paradise for underwater photographers. I haven’t reviewed my photos yet, but I’m keeping my fingers crossed that a few of those magical light rays turned into great images.

The reef itself, located directly behind the mooring area, was in excellent condition. Healthy coral covered much of the shallow section. Because of the current, we couldn’t spend as much time simply enjoying the reef as we might have liked, but that hardly mattered. The real attraction of Mini Dream Hole is exploring the chimney, the winding swim-throughs, and the interconnected caverns, and those certainly did not disappoint.

The dive itself went smoothly. Once everyone was inside the passages, the group naturally lined up and moved comfortably through the underwater tunnels, making for a relaxed and enjoyable experience.

Another advantage of this dive site is its location. From Manza Harbor, the boat ride takes only about 12 minutes. That means there’s little time to waste after boarding. Divers gear up almost immediately, listen to a short briefing, and before you know it, they’re already entering the water. Everything is efficiently organized, making the entire operation smooth and enjoyable.

Mini Dream Hole may be the little brother of the famous Dream Hole, but it certainly doesn’t feel like a lesser dive. If you enjoy dramatic swim-throughs, beautiful caverns, atmospheric light rays, and healthy reefs, this is another fantastic dive site that should definitely be on your Okinawa diving itinerary.

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