Eine Seefahrt die ist lustig…

… Kann aber auch stark an den Nerven zerren. Gestern ist uns ein paar Meter vor unserem Tauchspot einer unser zwei Motoren verreckt. Später stellte sich heraus, das es das Getriebe zerrissen hat.

Das ist die defekte Gearbox  (Getriebe)

 Die beiden noch absolvierten Tauchgänge waren sehr schön und unsere Kunden waren mehr als zufrieden. Wir haben einen ziemlich großen Rochen, einen Kugelfisch, diverse Muränen, Seenadeln und auch eine Schildkröte zu Gesicht bekommen. Von den wirklich tollen und vor allen intakten Korallen hier ganz zu schweigen.Von daher waren unsere beiden Österreichischen Taucher auch ziemlich entspannt, als wir Ihnen mitteilen mussten das die Rückfahrt da 2 1/4 statt 60 Minuten dauern würde. Die ganze Rückfahrt hat unser Kapitän (fleißige Leser dieses Blogs wissen ja das er Jaleel heißt 😉  ) sein bestes getan um mit einem Motor ziemlich ruhig Richtung Basis zu fahren. Nebenbei musste er ständig mit diversen Mechanikern und Werkstätten telefonieren. Zum Glück haben wir noch ein zweites Boot im Trockendock und sind dadurch nicht völlig aufgeschmissen, denn die Reparatur dauert bis zu zwei Wochen, da die Ersatzteile natürlich nicht auf Lager sind. 

Verladen des zweiten Bootes auf den Trailer 

Also heißt es jetzt schnell einen Trailer zu besorgen, einen Fahrer noch dazu und zu guter letzt natürlich noch einen Kran um das Boot auf den Trailer zu heben. Alles gar kein Problem. Doch, ist es! Hannes und Jaleel telefonieren sich seit Stunden die Ohren wund, aber trotzdem wird noch gescherzt und gelacht. Wir glauben, das solche stress Situationen das Team noch weiter stärken. Keiner hat auch nur ansatzweise schlechte Laune oder nötig rum. So macht das arbeiten echt Spaß. Um die zeit zu nutzen haben wir noch schnell bei beiden Motoren und Getriebe einen Ölwechsel gemacht. Somit ist das Boot für lange Zeit bestens gewartet. 

Nach langem hin und her, war dann plötzlich auf wundersame weise ein Trailer da. Dazu halfen uns noch zwei Omanis beim nicht ganz unproblematischen verladen des Bootes auf den Trailer. Aber wenn man hier eins kann, dann improvisieren und das in Weltrekordzeit. 

Die Fahrt vom Trockendock zur Marina war buchstäblich Millimeter Arbeit. Aber der omanische Fahrer hatte wohl Eiswürfel im Blut , so cool war der. Chapeau! In der Marina angekommen,musste noch das Boot schnell zu Wasser gelassen werden. Ein Kinderspiel im Gegensatz zu allem anderen zuvor.

Anschließend ging es in stockfinsterer Nacht zurück zur Basis. Bianca und Hannes traten den Heimweg mit dem Truck über die Berge an, Jaleel und ich mit dem Boot über das Meer. Da leider keine Beleuchtung an Bord vorhanden ist, musste ich mit unseren Tauchlampen den Anschein machen. Denn wenn Boote nachts ohne Beleuchtung fahren, ist die Küstenwache sehr skeptisch und hält die Besatzung für Schmuggler. Aber wir hatten zum Glück keine Probleme während der 20 minütigen fahrt. Als wir angekommen waren hatten wir noch die grandiose Idee, das Boot noch zu schruppen. Obwohl wir zu diesem Zeitpunkt schon wirklich kaputt waren. Aber so msüßen wir das nicht in der sengenden Hitze am nächsten Tag machen. 

Danach ging es noch schnell in die Kantine. Dort wurde es kurzfristig sehr leise, denn wir müssen richtig kaputt ausgesehen haben. Der Anblick muss schon etwas skurril gewesen sein. Wir waren total verdreckt, verschwitzt,nass bis aufs Hemd  (wegen der Boitsreinigung) und dazu hatten wir nicht alke Schuhe an. Uns wurde vom 2nd Manager nur kurz Respekt gezollt, weil er wusste was wir heute geleistet hatten. Gute Nacht! 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.