Blue Heron Bridge part 1

Endlich, endlich habe ich es geschafft meinen Tauchgang an der Blue Heron Bridge in Riviera zu machen.

Frühmorgens um 6
Mittags gegen 12

Bisher hatte ich immer Pech mit dem Wetter oder den Gezeiten. Denn Tauchen ist nur in einem sehr kleinen Zeitfenster möglich. Ansonsten ist die Strömung zu heftig und man kommt eventuell in die Fahrrinne, was schnell gefährlich werden kann. Schiffsschrauben sind des Tauchers schlimmster Feind. Dazu vielleicht später mal mehr.

Zuerst wollte ich einen Nachttauchgang machen, aber da war es mir mit über 60 Tauchern zu überfüllt. Also wurde kurz umgeplant und ein guter Bekannter hat sich als Guide angeboten.

Denn auch wenn es dort relativ flach ist, man würde schlichtweg die meisten Sachen nicht finden, wenn man ohne Ortskenntniss dort tauchen geht.

Wir trafen uns ziemlich früh um noch die Nachtaktiven Kreaturen zu sehen.

Nun aber zum Tauchgang. Treffen war um 5.15 Morgens. Da wir uns schon von früheren Tauchgängen kannten, ging es nach kurzem Smalltalk und einem Briefing zum Tauchplatz sofort ins Wasser.

Das Wasser war mit knapp 27 Grad angenehm warm und es herrschte eine leichte Strömung,die uns das Tauchen sehr erleichterte, da wir diese nutzten um uns einfach mit ihr treiben zu lassen. Als wir umdrehen wollten, änderte sich auch die Strömungsrichtung,so das wir uns wieder mit ihr treiben lassen konnten. Das sind die Vorteile, wenn man mit einem Local Guide unterwegs ist!

Gleich zum Anfang war ein schöner Southern Stingray zu bestaunen und dann kam alles Schlag auf Schlag. Langusten, Spadefish, Parrotfish, Boxfish, Barracudas, Grouper,Oktopusse usw haben sich quasi die Klinke in die Hand gegeben.

Insgesamt gibt es über 100 verschiedene Species zu sehen, unmöglich die alle in unter 30 Tauchgängen zu sehen!

Die Tauchtiefe betrug zwischen 1.5 und knapp 5 Metern. Was dazu führte,das man mit der Luft unendlich auskam.

Wir tauchten anfangs parallel zur und später unter der Brücke durch und fanden auch ein paar kleinere Wracks. Untergegangene Sportboote, die schon ordentlich bewachsen waren und wo sich auch viele Fische tummelten.

Kurz hinter der Brücke kam dann ein großer Spotted Stingray auf uns zu und tanzte förmlich direkt vor uns. Sehr beeindruckend, mein Buddy vergaß daraufhin sogar das fotografieren!

Ich war sicher vom ganzen Tauchgang mehr fasziniert als Luke (mein Divebuddy) da ich selbst die riesigen Seesterne abfeierte. Aber er taucht hier auch an die 100x im Jahr. Das einzige was wir partout nicht finden konnten, waren Seepferdchen, deshalb werde ich die Tage nochmal hin um sie dann vielleicht zu finden.

Nach ca 2 Stunden wurde uns dann aber auch langsam kalt und wir beschlossen es gut sein zu lassen. Da der Sicherheitsstopp nicht eingehalten werden musste (weil wir auch nie tiefer als 5 Meter waren), stiegen wir langsam auf und an der Oberfläche: breites Grinsen! Das lange warten auf diesen Tauchgang hat sich definitiv gelohnt.

Insgesamt muss ich sagen, das ich noch nie so viele Fische und andere Lebewesen auf so einem kleinen Spot gesehen habe. Man kann da sicher über 50 Tauchgänge machen, ohne das einem langweilig wird.

Der Spot ist insbesondere bei Fotografen sehr beliebt,weil man da extrem viel Micro und Macro Lebewesen sehen kann. Ich kann jedem Taucher nur empfehlen sich das auf die To-do-Liste zu setzen!

Kleiner Tipp noch: lasst nichts offen im vorderen Bereich des Autos liegen. Gerade wenn es dunkel ist, treiben sich da dubiose Gestalten rum. Die kaputte Seitenscheibe ist bei der Wärme zwar Recht praktisch, gibt aber sicher ärger bei der Rückgabe des Mietwagens.

Also alles in den Kofferraum, bzw wenn nicht unbedingt notwendig gar nicht erst mitbringen.

Blue Heron sind übrigens sogenannte Kanadareiher. Diese sind mit einer Höhe von 102 bis 127 Zentimeter die größten Reiher Nordamerikas. Er ähnelt dem Graureiher sehr, den wir ja in Deutschland ganzjährig ansässig haben.

Die blue Heron Bridge von Seeseite aus gesehen

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